Seit Kurzem ist die medizinische KI-Plattform OpenEvidence.com in Europa nicht mehr zugängig, Grund ist vermutlich der AI-Act der Europäischen Union. Informationen und Links finden sich auf der Webseite von OpenEvidence, wenn man sie von entsprechenden IP-Adressen aus aufruft:
OpenEvidence is not available in the European Union or the U.K. Due to mounting regulatory uncertainty regarding the treatment of AI systems in the European Union and the United Kingdom, including, among other rules, the EU Artificial Intelligence Act, OpenEvidence is not available in the European Union or the United Kingdom. For more information, see these opinions: here, here, and here.
In jedem Fall ein gutes Beispiel für das Wechselspiel von dynamischer Entwicklung und regulatorischen Bemühungen. Auch wenn jetzt der Aufschrei insbesondere bei Ärzt*innen groß ist, die OpenEvidence beispielweise für eine wesentlich vereinfachte Literaturrecherche nutzen, bleibt die Frage, ob alternativ die Nutzung einer zwar meist zuverlässigen aber letztendlich doch privatwirtschaftlich betriebenen und unkontrollierten KI-Software für medizinische Fragestellungen wünschenswert ist. Insbesondere natürlich, wenn es um relevante, klinische Entscheidungen und nicht “nur” Literaturrecherche geht.
Nicht uninteressant dazu finde ich folgende Diskussion bei Reddit: Open Evidence wurde heute in der EU und im Vereinigten Königreich abgeschaltet. : r/ArtificialInteligence, bei mir wird das automatisch übersetzt angezeigt, von KI natürlich.