Hörsaal  (außer AK KHB)

Montag, 19.09.2022, 13:30 - 19:00 Uhr / Session 1

Moderation: Dr. Claudia Wöckel

Eröffnung und Grußworte

Lokaler Beitrag:

 

 

 



Festvortrag: Wilhelm Conrad Röntgen im digitalen Zeitalter - quo vadis, Radiologie?

 Referentin: Univ.-Prof. Dr. med. Bettina Baeßler, Universitätsklinikum Würzburg

 




 

 Arbeitskreise (nur für Mitglieder) / 15:00-17:00

Arbeitskreis der Krankenhausbibliotheken

Moderation: Dr. Christian Vogel, Linz

Begrüßung

Erfahrungsaustausch


Raum:

Arbeitskreis der Medizinbibliotheken an Hochschulen

Moderation: Volker Braun, Mannheim

Begrüßung



Erfahrungsaustausch


Raum:

 

Offenes Format / 17:30-19:00

 

 

 

Dienstag, 20.09.2022, 09:00-10:00 Uhr / Session 2

Moderation: Vorstand der AGMB

Mitgliederversammlung (nur für Mitglieder)

 

Dienstag, 20.09.2022, 10:30-11:30 Uhr / Session 3

Moderation: Vorstand der AGMB

 

Vortrag 1: Bibliotheken an neuen Medizinstandorten

Referentinnen: Evamaria Krause, UB Augsburg / Cindy Kathke, UB Bielefeld / Sieglinde Hable, UB Linz

In den letzten Jahren wurden an Universitäten in Deutschland und Österreich neue Medizinische Fakultäten gegründet und damit auch neue Studiengänge geschaffen. Begleitet wurden die Neugründungen mit dem Aufbau bibliothekarischer Services und zum Teil auch neuer Bibliotheksstandorte. Seit Juli 2021 trafen sich in bisher drei Workshops die Kolleginnen der Universitäten Linz, Oldenburg, Augsburg und Bielefeld mit dem Ziel, sich über die bibliothekarischen Konzepte und Herangehensweisen an ihren jeweiligen Standorten auszutauschen. In diesem Vortrag möchten wir die Rahmenbedingungen an den drei Standorten Linz, Augsburg und Bielefeld vorstellen. Zudem greifen wir einige Themenfelder aus den gemeinsamen Workshops auf, die aus unserer Erfahrung an neuen Standorten eine besondere Rolle spielen. Gemäß des Tagungsmottos „Gemeinsam Chancen nutzen“ möchten wir so auch den Austausch zwischen den neuen Standorten und allen weiteren AGMB-Mitgliedern fördern.

Vortrag 2: Die (neue) Lernumgebung der Medizinbibliothek Göttingen : Optimierung des Raums in einer hybriden Universität

 Referentin: Dagmar Härter, SUB Göttingen

Wie in fast allen Bereichen des öffentlichen Lebens hat uns auch in der SUB Göttingen die Coronazeit sehr schnell deutlich gemacht, dass wir wohl nicht wieder zum Zustand „davor“ zurückkehren werden. Nach der ersten Schockstarre, zwei Lockdowns und Wochen der eingeschränkten Benutzbarkeit – dabei aber gleichzeitig einem signifikant gestiegenen Bedarf an (Lern)Arbeitsplätzen seitens der Studierenden – wurde klar, dass der Lernraum ein weiteres Mal den geänderten Bedingungen und Bedarfen angepasst werden muss. Der Vortrag zeigt an der Medizinbibliothek Göttingen, wie wir in Zusammenarbeit mit der Fachschaft Humanmedizin ein neues Konzept entwickeln und dieses in geradezu rasanter Geschwindigkeit umsetzen konnten.

Dienstag, 20.09.2022, 14:15-15:15 Uhr / Session 4

Moderation: Vorstand der AGMB

Kurzvortrag 1:

 

 

Kurzvortrag 2: Literaturrecherche für Erstsemester Medizin: ein Kurs der UB Würzburg nach dem Framework für Information Literacy

Referentin: Dr. Gabriele Blümig, UB Würzburg

Die UB Würzburg bietet seit 2019 in Absprache mit der Medizinischen Fakultät Würzburg einen verpflichtenden 120-minütigen Kurs zur Literaturrecherche für alle Erstsemesterstudierenden der Medizin an. In diesem Kurzvortrag werden die Kursinhalte und -methoden dargestellt und darauf eingegangen, wie bei der Konzeption zentrale Ideen des Frameworks for Information Literacy eingebaut wurden. 

Kurzvortrag 3: COUNTER 9 ¾ - intelligente, zieloptimierte Nutzungsevaluation für Online-Ressourcen

 Referent: Dr. Christian Vogel, Ordensklinikum Linz

Von „TR_J1 unique_title_investigations OA_Gold custom filtered_item_master report …“ bekommen Sie Kopfweh? Ihre Nutzungszahlen sinken von Jahr zu Jahr, obwohl die COUNTER-Version doch von 4 auf 5 gestiegen ist? Sie hatten zur Präsentation Ihrer Leistungen wiedermal nur 2 Minuten, während der Beamer gerade ausgefallen war? Hier ist die Lösung: Mit dem kostenlosen Online-Dienst COUNTER 9 ¾ nutzen Sie die Vorteile künstlicher Intelligenz und adaptiver Algorithmen und erreichen so Ihre wahren Ziele: Steigende Zahlen, begeisterte Vorgesetzte und mehr Geld für Ihre Bibliothek! KI wie Magie – Try for free

 

Mittwoch, 21.09.2022, 09:00-10:30 Uhr / Session 7

Moderation: Vorstand der AGMB

Vortrag 3: Die Neuauflage von RefHunter: Aufbau einer „Recherche-Community“

Referenten: Thomas Nordhausen (1), Universität Halle-Wittenberg, Halle (Saale) /  Julian Hirt (1,2,3), OST St. Gallen, Schweiz und Universitätsspital, Universität Basel, Schweiz

Hintergrund und Ziel

Im Zuge des Webumstiegs des Manuals Refhunter findet eine Abkehr vom PDF-Format hin zu einer Webseite mit umfangreichen Informations-, Funktions- und Darstellungsmöglichkeiten statt. Dazu gehören Such- bzw. Filtermöglichkeiten für die Übersichten der Funktionen und Bedienungsmodalitäten wichtiger Datenbanken anhand individuell zusammenstellbarer Kriterien sowie deren Vergleich. Zudem wurden die zehnschrittige Vorgehensweise zur systematischen Literaturrecherche, das Rechercheprotokoll zur transparenten Planung und Dokumentation einer Literaturrecherche sowie das Glossar umfassend überarbeitet, erweitert und in ihrer Darstellung optimiert. Neben diesen Funktionen, die RefHunter als Informationsangebot verbessern sollen, umfasst der Webumstieg erweiterte Möglichkeiten des kollaborativen Arbeitens. Das Ziel ist der Aufbau einer „Recherche-Community“, welche einerseits die Webseite pflegt und weiterentwickelt, andererseits aber auch die vorhandenen Möglichkeiten nutzt, um sich zu vernetzen und fachlich-methodisch zum Thema Literaturrecherche auszutauschen. 

Methoden

Im Rahmen des Umstiegs wurden alle benötigten Funktionen nahezu vollständig entwickelt und in einem bereits funktionierenden Webseitenentwurf abgebildet. Derzeit befindet sich dieser Entwurf in einem Überprüfungs- und Optimierungsprozess. Die fertige Webseite wird im Sommer 2022 online gehen. 

Ergebnisse

Zu den Funktionen kollaborativen Arbeitens zählt die Bearbeitungsmöglichkeit der Datenbankübersichten im Wiki-Stil, um bspw. eine bestmögliche Aktualität zu gewährleisten. Zur Qualitätskontrolle ist die Prüfung aller Änderungen durch eine für die jeweilige Datenbank zuständige Person angedacht, bevor diese freigeschaltet werden. Ein integriertes Diskussionsforum soll Feedback und Verbesserungsvorschläge zur Webseite ermöglichen, aber auch fachlich-methodische Diskussionen zum Thema systematische Literaturrecherche, die Vorstellung eigener Projekte, Unterstützung bei Problemen, gegenseitige Vernetzung und anderen interdisziplinären Austausch. Ein Newsletter dient der Information über Neuigkeiten der Webseite bzw. Community, aber auch zum Thema Literaturrecherche, bspw. über neue Publikationen, relevante Gesetzesentscheidungen oder Veranstaltungen. Dazu benötigt es eine aktive Community bzw. möglichst viele Personen, welche auf neue Informationen hinweisen, die in den Newsletter einfließen können.

Schlussfolgerungen

Die neuen Webseitenfunktionen dienen einerseits dazu, den Nutzen von RefHunter als frei verfügbares Informationsangebot zu verbessern. Andererseits sollen sie den Aufbau einer „Recherche-Community“ fördern, die die Webseite auf ehrenamtlicher Basis betreibt und einen Beitrag zur Verbesserung der methodischen Qualität systematischer Literaturrecherchen beiträgt und den interdisziplinären Austausch zum Thema fördert. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich an der (Weiter-)Entwicklung der Webseite und/oder innerhalb der Community zu beteiligen.

1 Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft, Medizinische Fakultät, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Halle (Saale), Deutschland

2 Institut für Angewandte Pflegewissenschaft, Departement Gesundheit, OST (ehemals FHS St.Gallen), St.Gallen, Schweiz

3 Departement Klinische Forschung, Universitätsspital Basel, Universität Basel, Basel, Schweiz



Vortrag 4: Die Stavanger Deklaration und wie finden wir das richtige Maß zwischen Digital und Print

 Referentin: Anett Sollmann, BfArM, Bonn

Die Corona Pandemie und die damit verbundenen Schließungen hat die Bibliotheken dazu gezwungen, viele Medien verstärkt online anzubieten, damit die Inhalte von überall her zugänglich sind. Dies hat dazu geführt, dass der Printbestand nicht in dem Maße aufgebaut wurde, wie das bisher üblich war.

Leseforscher aus ganz Europa haben zahlreichen Studien durchgeführt, um zu verstehen, wie sich das Leseverhalten und Verständnis von Texten durch die Digitalisierung verändert und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass gerade wissenschaftliche Texte besser verstanden werden, wenn sie auf Papier gelesen werden.

Wie schaffen wir als Bibliotheken den Spagat zwischen dem Anspruch alle Medien digital sofort zugänglich zu machen und der Möglichkeit des ruhigen, konzentrierten Lesen von anspruchsvollen wissenschaftlichen Texten auf Papier?



Vortrag 5: Blaupause zur Aus- und Weiterbildung von Informations- und Beratungskompetenzen im Bereich Open Access und wissenschaftlichem Publizieren 

Referentin: Christine Mieck, Charité, Berlin

Die Schulung von Personen, die spezifisches Wissen und Kompetenzen in eigenen Forschungsgruppen oder -einrichtungen vermitteln können (sogenannte Multiplikator:innen), hat sich in der Praxis erfolgreich bewährt. Allerdings ist die Vorbereitung eines umfassenden Workshops zeitaufwendig und erfordert einiges an Kreativität. Das jüngst veröffentlichte Train-the-Trainer Konzept zu Open Access und wissenschaftlichem Publizieren (10.5281/zenodo.6034407) dient als zeitsparende Blaupause zur Ausbildung von Multiplikator:innen. Damit diese Open-Access-Interessierte trainieren können, enthält das Konzept alle nötigen Basisinformationen, Lehrdrehbücher sowie didaktische Methoden.

Im Vortrag wird präsentiert wie das Train-the-Trainer-Konzept als kollaboratives Projekt entstanden ist. Durch die verschiedenen fachlichen Ausrichtungen der Autor:innen ist eine Workshopvorlage entwickelt worden, die flexibel an Zielgruppen, Workshopdauer und Veranstaltungstyp (online/Präsenz) angepasst werden kann. Das gesamte Konzept ist modular aufgebaut und Trainer:innen können Themenfelder in gewünschter Kombination vermitteln und didaktische Methoden nach ihren Vorlieben austauschen. Die Vortragenden legen den Schwerpunkt insbesondere auf die Rolle der Vermittlung didaktischer Grundkenntnisse und auf die Vorbereitung der Teilnehmenden auf eigenständiges Erarbeiten von Inhalten und ihre künftige Rolle als Multiplikator:in.

Gemeinsam mit der Bibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin wird die Medizinische Bibliothek der Charité im August 2022 den ersten zweitägigen Train-the-Trainer-Workshop für Open-Access-Interessierte der Einrichtungen der Berlin University Alliance durchführen. Im Vortrag werden diese ersten Erfahrungen und das Feedback der Teilnehmenden zur Evaluation und Reflektion des publizierten Konzepts berücksichtigt.

Autor:innen: Biernacka, Katarzyna; Halbherr, Verena; Lange, Marc; Martin, Linda; Mieck, Christine; Reimer, Nadine



 

Mittwoch, 21.09.2022, 11:00-11:40 Uhr / Session 8

Moderation: Vorstand der AGMB

Vortrag 6: subito 2022. Mehr Informationen einfacher zugänglich machen

Referent: Dr. Mark Homann, subito

Seit über 20 Jahren liefert subito Kopien aus wissenschaftlichen Zeitschriften und Büchern elektronisch aus – als elementarer Akteur der internationalen Fernleihe vor allem auch an Bibliotheken. Um die Informationsbedürfnisse in einer wandelnden Informationswelt erfüllen zu können, wird auch der subito-Service weiterentwickelt. Der kurze Vortrag beleuchtet, welche Neuerungen es bei subito gibt und in Zukunft zu erwarten sind, von denen auch Mediziner und Medizinbibliotheken profitieren können

Dr. Mark Homann
Leiter der Geschäftsstelle
subito. Dokumente aus Bibliotheken e.V.
Berliner Str. 53
D - 10713 Berlin
Tel.: +49 (0)30 417 497 11
Fax:  +49 (0)30 417 497 20

 

 

Mittwoch, 21.09.2022, 11:40-13:00 Uhr / Schluss-Session

Moderation: Dr. Claudia Wöckel

  • Berichte EAHIL, ZB MED, AG EBM
  • Preisverleihung Leuchtturmwettbewerb 2022
  • Prämierung Poster
  • Danksagungen, Einladung zum nächsten Tagungsort
  • Schlusswort